By: online-kreditvergleich24.de An: Juli 15, 2016 In: Schufa Comments: 0

Die SCHUFA Holding AG ist eine Wirtschaftsauskunftei, die sich seit fast 90 Jahren mit einer transparenten und effizienten Bewertung der Bonität und Kreditwürdigkeit von fast 75 Prozent der deutschen Personen und Unternehmen beschäftigt. Hierbei setzt die SCHUFA auf die Daten der einzelnen Vertragspartner aus der Wirtschaft, primär aus dem Bankwesen sowie der Versicherungs- und Telekommunikationsbranche. Die verschiedensten Unternehmen – und zunehmend auch Privatpersonen – nutzen die SCHUFA Auskunft, wobei Letztere die Informationen vorrangig als Nachweis der eigenen Bonität verwenden, während zahlreiche Unternehmen die Daten oftmals als eines der ausschlaggebenden Kriterien für wichtige Entscheidungen hinzuziehen. Täglich erfolgen mehr als 350.000 SCHUFA Abfragen, die an den fünf Standorten entsprechend verwaltet werden.

Die Unternehmen schätzen die wirtschaftlichen Fakten, die durch wirtschaftswissenschaftliche Methoden ermittelt werden. Mit einer Genauigkeit von 95,7 Prozent liegen die Analysen der SCHUFA nahezu immer richtig. Um den Vertragspartnern die Entscheidungsfindung in Bezug auf finanzielle Geschäfte zu erleichtern, hat die SCHUFA einen entsprechenden SCHUFA-Score eingeführt. Dieser ermöglicht auf einen Blick eine Einschätzung hinsichtlich Bonität und Kreditwürdigkeit.

Wie wird der SCHUFA-Score genutzt?

Der SCHUFA-Score wird vor allem von Unternehmen genutzt, um schnelle und aussagekräftige Informationen bezüglich der Kreditwürdigkeit und Bonität potenzieller Kreditnehmer zu erhalten. Der SCHUFA-Score dient in erster Linie dazu, eine Vorhersage darüber anzustellen, wie wahrscheinlich es in der Zukunft sein wird, dass der Verbraucher seinen vertraglich zugesicherten Verpflichtungen hinsichtlich der Kreditrückzahlung nachkommt. Dieser Score ist insbesondere für Unternehmen aus der Telekommunikations- und Immobilienbranche sowie für Finanzdienstleister wie Banken und Leasinggesellschaften von Relevanz.

Die ermittelten Daten, die mit in die Berechnung des SCHUFA-Scores einfließen, unterliegen allesamt dem Bundesdatenschutzgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Die SCHUFA unterliegt dank des Bundesdatenschutzgesetzes sehr starken Reglementierungen hinsichtlich der Datensicherheit. Sämtliche Informationen, die nicht für die Öffentlichkeit relevant sind, werden entsprechend vertraulich von der SCHUFA behandelt. Um den Datenschutzrichtlinien gerecht zu werden, sichert die Auskunftei zudem alle Verbraucherdaten auf Servern innerhalb Deutschlands.

Welche Aussagekraft hat der SCHUFA-Score?

Der SCHUFA-Score betrachtet immer eine ganze Gruppe, nicht nur eine einzelne Person – durch wirtschaftsmathematische Methoden ist es jedoch möglich, eine entsprechende Genauigkeit zu erzielen. Der SCHUFA-Score vermittelt und verdeutlicht also das mittlere Risiko, das von einem potenziellen Vertragspartner ausgeht. Dies ist für Unternehmen sehr aufschlussreich und kann beispielsweise maßgeblich zur Entscheidungsfindung bezüglich einer Kreditvergabe beitragen. Die Unternehmen können so herausfinden, ob eine ordnungsgemäße Rückzahlung des Kredits innerhalb des vereinbarten Zeitraums zu erwarten ist oder ob sie nur schleppend und mit entsprechenden Zahlungsverzögerungen oder sogar -ausfällen einhergehen könnte.

Der SCHUFA-Score beinhaltet verschiedene Informationen, die von unterschiedlichen Quellen in die SCHUFA Datenbank eingepflegt werden. Die Methode dieses Scorings soll eine einfachere Bewertung durch eine Verdeutlichung der Analysen in einem transparenten und aussagekräftigen Ergebnis zeigen.

Hierbei werden einige Faktoren besonders berücksichtigt, die zu einer Ermittlung des SCHUFA-Scores führen:

  • Angemeldete Girokonten
  • Positive oder negative Eintragungen in Form bezahlter und unbezahlter Kredite
  • Mahnungen
  • Vollstreckungsbescheide und Haftbefehle
  • Angemeldete Darlehen

Diese Faktoren sind maßgeblich an der Ermittlung des SCHUFA-Scores beteiligt. Mit Ausnahme der Distanzierung vom Social-Scoring weist die SCHUFA Holding AG die Verwendung geografischer Daten in Bezug auf die SCHUFA-Score Ermittlung ebenfalls ab. Das bedeutet, dass für die Einschätzung der Kreditwürdigkeit und Bonität einer Person keine Informationen bezüglich ihrer Wohnlage einbezogen werden. Ebenso ist es laut eigenen Angaben der SCHUFA nicht üblich, das soziale Umfeld des Verbrauchers in die Ermittlung des SCHUFA-Scores mit einzubeziehen. Der SCHUFA-Score bietet also hinsichtlich finanzieller Entscheidungen eine Hilfestellung für Unternehmen und Privatpersonen.

Wie wirkt sich der SCHUFA-Score auf Verbraucher aus?

Der SCHUFA-Score macht sich mitunter deutlich bemerkbar, d. h., dass eine negative Bewertung durch den SCHUFA-Score unter Umständen mit erheblichen Einschränkungen im alltäglichen Leben der Betroffenen einhergehen kann. Da sich der SCHUFA-Score aus verschiedenen Faktoren zusammensetzt, ermöglicht er für Unternehmen, die eine SCHUFA Auskunft anfordern, eine direkte Einschätzung der Kreditwürdigkeit.

Da sich mittlerweile viele verschiedene Unternehmen der SCHUFA Auskunft bedienen, müssen Personen bei nahezu allen finanziellen und wirtschaftlichen Anliegen damit rechnen, dass der jeweilige potenzielle Vertragspartner den SCHUFA-Score prüfen wird. Führt diese Überprüfung zu einem negativen Ergebnis, kann dies zur Folge haben, dass ein Anliegen des Verbrauchers, wie beispielsweise die Aufnahme eines weiteren Kredits, der Abschluss eines Mobilfunkvertrags oder das Anmieten einer Wohnung erschwert oder teils gar nicht mehr möglich sind.

Fazit

Die SCHUFA Auskunftei speichert Informationen über natürliche Personen sowie Unternehmen und bietet eine fundierte Auskunft über die Kreditwürdigkeit und Bonität von mehr als 75 Prozent der deutschen Bevölkerung. Dabei stammen die Informationen aus gesammelten Daten, die der SCHUFA zur Verfügung gestellt werden. Zur einfacheren und effizienteren Bewertung der Bonität und Kreditwürdigkeit der Kunden errechnet die SCHUFA Wirtschaftsauskunftei einen sogenannten SCHUFA-Score. Dieses Scoring System soll es ermöglichen, die ermittelten Daten bestmöglich in einem aussagekräftigen Wert festzuhalten.

Entsprechend sollen jene Daten über Verbraucher aus dem System fallen, die nicht für die direkte Kreditwürdigkeit von Interesse sind. Der SCHUFA-Score kommt oftmals dann zum Tragen, wenn betroffene Verbraucher vor einer Eintragung versuchen, eine weitere Geldquelle in Form von Krediten beziehungsweise Darlehen zu akquirieren. Ein entsprechend negativ ausfallender SCHUFA-Score kann eine solche Kreditaufnahme entweder massiv erschweren oder völlig ausschließen. Da einige Verbraucherdaten vertraulich von der SCHUFA behandelt werden, ist eine komplett transparente Nachvollziehbarkeit der Ermittlung des SCHUFA-Scores bis heute nicht möglich.

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