By: online-kreditvergleich24.de An: Juli 15, 2016 In: Schufa Comments: 0

Die SCHUFA Holding AG sammelt seit 1927 Daten, die Unternehmen als wichtige Information für die Entscheidungsfindung hinsichtlich der Vergabe von Darlehen oder Krediten dienen. Mittlerweile ist es in fast allen Branchen üblich, in finanziellen Angelegenheiten vor Vertragsabschluss eine SCHUFA-Auskunft anzufordern. Diese liefert Unternehmen oder Privatpersonen Informationen über den Verbraucher, die im Hinblick auf finanzielle Entscheidungen von Relevanz sind.

So zählen unter anderem Mahnbescheide, Haftbefehle und nicht vertragsgemäß zurückgezahlte Kredite zu den negativen Merkmalen. Allerdings hält die SCHUFA auch positive Merkmale in der Datenbank fest. Diese positiven Merkmale sind zum Beispiel in Form von rechtzeitig abbezahlten Krediten und Darlehen vertreten. Die SCHUFA-Auskunft bietet Gläubigern durch das Errechnen eines SCHUFA-Scores die Möglichkeit, eine einfache und schnelle Entscheidung hinsichtlich der Kreditwürdigkeit des Verbrauchers zu treffen und kann jederzeit von Gläubigern angefordert und entsprechend zur Entscheidungsfindung herangezogen werden.

Meist erfolgt dies für Unternehmer zusätzlich in Form des SCHUFA-Scores. Die SCHUFA-Eintragungen werden nach dem Begleichen des Kreditbetrages durch den Kreditnehmer wieder aus dem System gelöscht. So verbleiben nur Daten im System, die tatsächlich für aktuelle wirtschaftliche und finanzielle Entscheidungen relevant sind. Die SCHUFA-Auskunft ist ein Service der SCHUFA Holding AG und ermöglicht es Gläubigern, gegen Bezahlung einen Einblick in die Bonität des potenziellen Neukunden beziehungsweise Kreditnehmers zu erhalten. Zudem haben Verbraucher die Möglichkeit, einmal im Jahr eine sogenannte Selbstauskunft anzufordern. Diese ist vollkommen kostenlos und zeigt alle Daten auf, die in der SCHUFA Auskunftei gespeichert sind.

Welche Informationen enthält die Selbstauskunft?

Die Selbstauskunft steht jedem deutschen Staatsbürger einmal jährlich gesetzlich zu. Geregelt wird dies im § 34 des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG). Die Selbstauskunft dient dem Verbraucher vor allem dazu, einmal jährlich kostenfrei die Möglichkeit zu haben, die in der SCHUFA Auskunftei eingetragenen Daten auf ihre Richtigkeit zu prüfen. Heutzutage nutzen viele Verbraucher die Selbstauskunft auch, um die eigene Bonität und Kreditwürdigkeit an potenzielle Vertragspartner zu übermitteln.

Da in der SCHUFA Datenbank nicht nur negative Merkmale – also Informationen, die darauf schließen lassen, dass der Verbraucher keine entsprechende Bonität vorweisen kann –, sondern auch positive Merkmale eingetragen werden, wie zum Beispiel das vertragskonforme Einhalten von Zahlungsfristen, kann eine Selbstauskunft auch andere von der eigenen Bonität überzeugen. Für den Gläubiger ist die Selbstauskunft außerdem eine Möglichkeit, ohne Kosten an eine SCHUFA Information über den möglichen künftigen Vertragspartner zu gelangen. Diese Methode bringt vor allem für Vermieter Vorteile. Diese profitieren oftmals nicht maßgeblich von dem zusätzlichen Service, der von der SCHUFA angeboten wird. Hier genügt meist bereits eine Selbstauskunft des potenziellen Mieters. Anders verhält es sich in der Regel jedoch bei Unternehmen, die hinsichtlich finanzwirtschaftlicher Entscheidungen auf die Kreditwürdigkeit des Verbrauchers angewiesen sind. Hier ist der SCHUFA-Score eine gängige Methode, wenn es um eine umfangreiche Bonitäts- und Kreditwürdigkeitsprüfung geht. Dieser SCHUFA-Score ist jedoch nicht in der gewöhnlichen und kostenlosen jährlichen SCHUFA-Auskunft enthalten. Die SCHUFA-Auskunft umfasst also grundsätzlich folgende Daten:

  • Personenbezogene Informationen
  • Herkunft der Daten (Bank, Kreditinstitut)
  • Auskunft darüber, wer die Daten angefordert hat und an wen sie weitergeleitet werden
  • Basisscore

Wie kann man eine SCHUFA-Auskunft anfordern?

Grundsätzlich besteht für Privatpersonen die Möglichkeit, einmal jährlich kostenlos eine SCHUFA-Auskunft anzufordern. Dies ist im § 34  des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) geregelt. Die Auskunft umfasst alle wichtigen von der SCHUFA gesammelten Daten, die für die Einstufung der Bonität und der Kreditwürdigkeit von Relevanz sind. Die SCHUFA-Auskunft bietet jedoch auch auf die Bonitäts- und Kreditwürdigkeit bezogene Analysen wie beispielsweise den SCHUFA-Score. Dieser ist allerdings nicht in der jährlichen kostenlosen SCHUFA-Auskunft enthalten.

Welche Bedeutung hat die SCHUFA-Auskunft?

Die SCHUFA-Auskunft liefert wichtige Informationen über die in der Datenbank enthaltenen Angaben zu natürlichen Personen und Unternehmen der Bundesrepublik. Es besteht die Möglichkeit, einmal im Jahr kostenlos eine Selbstauskunft zu beantragen, um eine eigenständige Prüfung der in der Datenbank vorhandenen Informationen durchzuführen. Die SCHUFA-Auskunft kann jedoch auch für andere Zwecke herangezogen werden und beispielsweise dazu beitragen, Gläubiger von der eigenen Kreditwürdigkeit zu überzeugen. Auch Experten empfehlen die Selbstauskunft, da es nur so möglich ist, frühzeitig zu erkennen, ob möglicherweise eine fehlerhafte oder eine unvollständige Eintragung erfolgt ist.

Fazit

Die Eintragungen in die SCHUFA Datenbanken sind von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig. Wer sich mehr Transparenz hinsichtlich der eigenen SCHUFA Kartei wünscht, hat einmal im Jahr die Möglichkeit, eine kostenlose SCHUFA-Auskunft anzufordern. Diese erlaubt eine Einsicht in die von der SCHUFA Holding AG gespeicherten Daten. Diesen Service können Personen seit dem Jahr 2010 wahrnehmen. Dies ist nicht nur eine gute Methode, um den Überblick über die eigenen Eintragungen zu behalten, sondern auch, um eine möglicherweise fehlerhafte Eintragung zu entdecken und zu melden.

Wenn man eine SCHUFA-Auskunft anfordern möchte, so ist dies grundsätzlich entweder auf postalischem Weg oder mittels Onlineformular auf der SCHUFA Website möglich. Diese kostenlose Auskunft beinhaltet jedoch standardmäßig nicht den SCHUFA-Score an sich. Dieser ist vor allem für große Unternehmen von Interesse und kann durch einen zusätzlichen Service der SCHUFA Holding AG angefordert werden, der allerdings mit Kosten verbunden ist. Für jede weitere Anforderung einer Eigenauskunft innerhalb eines Jahres ist mit einer Gebühr von rund 15 Euro zu rechnen.

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